Höhlenerkundungen, Wanderungen und Dinosaurierspuren
Über den Nationalpark Torotoro
Der Nationalpark Torotoro zeichnet sich durch seine üppige Schönheit aus—Berge, tiefe Schluchten, Täler und Wasserfälle—doch das eigentliche Highlight ist, dass er zum Paradies für Paläontologie‑Liebhaber geworden ist. Er liegt in der Provinz Charcas im Norden des Departements Potosí und umfasst ein Schutzgebiet von ≈ 16 570 ha (165,7 km²), das 1989 durch das Oberste Dekret Nr. 22269 geschaffen wurde, um Flora, Fauna, paläontologische und speleologische Ressourcen zu bewahren. Das Relief besteht aus zwei Gebirgsketten, die inter‑andine Täler bilden, mit einer Höhenlage von 1 800 m bis 3 500 m, verteilt auf drei Höhenzonen (niedrig, mittel, hoch). Innerhalb seiner Grenzen gibt es mehr als 60 Höhlen, darunter die Umajalanta‑Höhle, die größte und tiefste, sowie tiefe Schluchten von bis zu 300 m Tiefe, Felsformationen, die als „Steinstadt“ (Itas) bekannt sind, und wertvolle Dinosaurierspuren, die zu den bedeutendsten Jurakollektionen Südamerikas zählen. Der Park beherbergt außerdem 10 ländliche Gemeinden und die städtische Bevölkerung von Torotoro, die an Projekten für verantwortungsvollen Tourismus und Naturschutz mitwirken.
Als Anerkennung seiner Verwaltung verlieh das Institut für verantwortungsvollen Tourismus (ITR) ihm 2019 die internationale „Biosphere“‑Zertifizierung, wodurch es das erste bolivianische Ziel mit dieser Auszeichnung wurde. 2021 besuchte der UNESCO‑Rat für Globale Geoparks das Gebiet, um es als Geopark zu nominieren – damit wäre es der erste Geopark Boliviens. Für den Besuch des Parks muss man sich im Büro des Nationalen Dienstes für Schutzgebiete (SERNAP) anmelden und ein Eintrittsticket erwerben, das vier Tage gültig ist; es gibt Ermäßigungen für Universitätsstudenten und organisierte Gruppen. Diese Merkmale machen Torotoro zu einem Vorbild für nachhaltigen Tourismus, der natürlichen Reichtum, fossiles Erbe und gemeinschaftliche Beteiligung vereint.
Reiseroute
Tag 1
Cochabamba ➔ Umajalanta‑Höhle
- Empfang am Flughafen Cochabamba um 08:00 Uhr mit privatem Transport, um unsere Fahrt nach Torotoro zu beginnen, das etwa 5 Stunden von der Stadt Cochabamba entfernt liegt; die Strecke ist bis zur Hälfte asphaltiert, der Rest ist Schotterweg.
- Ankunft in Torotoro zum Mittagessen.
- Am Nachmittag melden wir uns im Büro des Nationalparks Torotoro an und bereiten uns darauf vor, zur Umajalanta‑Höhle aufzubrechen, in der Stalaktiten, Stalagmiten und blinde Fische zu sehen sind.
Tag 2
Torotoro‑Schlucht ➔ Wasserfälle „El Vergel“
- Nach dem Frühstück beginnen wir den Besuch zu Fuß am Wayllas‑Hügel, wo Hunderte von Spuren verschiedener Dinosaurierarten zu sehen sind.
- Wir machen eine etwa 7 km lange Wanderung entlang des Randes der Torotoro‑Schlucht, wobei Dinosaurierspuren und sehr attraktive Felsformationen zu sehen sind.
- Kurzer Stopp am Hängenden Aussichtspunkt, von dem aus man in der Ferne die rotgesichtigen Papageien sehen kann.
- Wir ruhen uns aus und genießen einen leckeren Imbiss, während wir die Wasserfälle von El Vergel betrachten; hier kann man ein erfrischendes Bad in kristallklarem Wasser nehmen.
Wasserfälle „El Vergel“ ➔ Torotoro
- Rückwanderung nach Torotoro.
- Besuch des Lithik‑Museums Pachamama Wasi, wo eine umfangreiche Sammlung von Fossilien und verschiedenen lithischen Formationen zu sehen ist.
- Besuch des Kunsthandwerkszentrums, wo schöne und originale Handarbeiten erworben werden können.
- Abfahrt mit privatem Transport zur Ortschaft Torotoro und Expedition zur Umajalanta‑Höhle.
- Nacht in Torotoro.
Tag 3
➔ Stadt Itas
- Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zur Stadt Itas, wo eine Reihe von Felsformationen zu sehen sind; wir befinden uns fast 4 000 m ü.d.M. Diese „Stadt“ verfügt über Labyrinthe und steinerne Galerien, die eine Art gotische Stadt bilden, eingebettet in ein Sedimentgesteinsgebirge. Dort sind die Höhlen durch enge Gänge, Steindurchgänge verbunden, und es gibt einige Felsmalereien.
- Abfahrt nach dem Frühstück zur Beobachtung von Dinosaurierspuren, Wanderung durch den Torotoro‑Canyon und Bad in den Vergel‑Wasserfällen.
- Am Nachmittag besuchen wir Chiflon Qaqa und das Pilzwaldtal.
Tag 5
Cochabamba ➔ La Paz
- Frühstück mit typischen regionalen Speisen.
- Am Nachmittag Stadtrundfahrt mit Besuch des Hauptplatzes (Plaza Principal 14 de Septiembre), der Metropolitankathedrale San Sebastián, der Promenade El Prado, des Palastes Portales und des Christus der Eintracht.
- Rückflug nach La Paz.
Wichtige Hinweise
Verfügbarkeit:
✅ Touren sind jeden Tag der Woche verfügbar.
⚠️ Der Zugang zu den verschiedenen Touristenattraktionen kann während der Regenzeit eingeschränkt sein (die von Dezember bis März dauert), und die Straßen, die zur Ortschaft Torotoro führen, können ebenfalls betroffen sein.
Voraussetzungen:
🪪 Um einige Kontrollen auf der Straße zu passieren, kann es sein, dass Sie gebeten werden, einen Ausweis vorzulegen, zum Beispiel Ihren Reisepass.
Wichtige Daten:
⛰️ Der Nationalpark Torotoro liegt zwischen 1 800 m ü.d.M. und 3 500 m ü.d.M.
Gesundheitsinformationen:
⚠️ Stellen Sie sicher, dass Sie bei guter Gesundheit sind und über ausreichende Ausdauer verfügen, um ohne Schwierigkeiten teilnehmen zu können.
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Touren im Torotoro‑Nationalpark
5 Tage und 4 Nächte