Welterbe, Kolonialstädte und Dinosaurierspuren
Über Sucre
Sucre, die verfassungsmäßige Hauptstadt Boliviens und Sitz des Obersten Gerichts, liegt im süd‑zentralen Teil des Landes auf etwa 2 790 m über dem Meeresspiegel, am Fuße der Hügel Sica Sica und Churuquella im Departement Chuquisaca. 1538 als „Ciudad de la Plata de la Nueva Toledo“ gegründet, bewahrt sie eines der am besten erhaltenen kolonialen historischen Zentren Lateinamerikas, mit Plätzen, barocken Kirchen und weißen Häusern, die ihr den Spitznamen „Weiße Stadt“ einbrachten; deshalb wurde sie von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Neben ihrer bedeutenden historischen Rolle – sie war die erste Hauptstadt Boliviens und ein gerichtliches, bildungs‑ und regierungstechnisches Zentrum – besticht Sucre durch sein gemäßigtes Klima, niedrige Kriminalitätsrate und lebendige Kulturszene, was sie sowohl für Einwohner als auch für internationale Besucher attraktiv macht.
Über Potosí
Potosí, historisch bekannt als die Kaiserliche Villa von Potosí, ist die Hauptstadt des gleichnamigen Departements und der Provinz Tomás Frías, gelegen im Süden Boliviens auf etwa 4 067 m über dem Meeresspiegel, was sie zu einer der höchstgelegenen bewohnten Städte der Erde macht. 1545 nach der Entdeckung des riesigen Silbervorkommens Cerro Rico gegründet, entwickelte sich die Stadt rasch zum Wirtschaftsmotor des spanischen Reiches, wurde im 17. Jahrhundert zur bevölkerungsreichsten Stadt der Welt und lieferte den Großteil des Silbers, das die Krone finanzierte. Heute bewahrt Potosí ein reiches koloniales Erbe: Seine Barockkirchen, der Plaza Mayor und das historische Ensemble des Cerro Rico wurden 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, und die Stadt bleibt ein wichtiges kulturelles und touristisches Zentrum, beherbergt zudem Fußballmannschaften wie Real Potosí und Nacional Potosí, die im Víctor Agustín Ugarte‑Stadion spielen, einem der höchstgelegenen Stadien der Welt.
Reiseroute
Tag 1
Sucre ➔ Dinosaurierspuren: Cal Orko ➔ Sucre
- Am Morgen besuchen wir die Dinosaurierspuren von Cal Orko, eines der weltweit bedeutendsten paläontologischen Fundstätten in der Umgebung von Sucre.
- Rückkehr in die Stadt zum Mittagessen.
- Am Nachmittag Stadtrundfahrt in Sucre, der verfassungsmäßigen Hauptstadt Boliviens, mit Besichtigung von Kirche, Kloster und Aussichtspunkt Recoleta.
- Anschließend gehen wir zum Indigenen Kunstmuseum (ASUR), das Ausstellungen zweier Kulturen zeigt: Tarabuco und Jalq’a.
- Zum Schluss besuchen wir das Haus der Freiheit und spazieren über den Hauptplatz.
- Nacht in einem Hotel in einem restaurierten Kolonialhaus.
Tag 2
Sucre ➔ Potosí ➔ Sucre
- Um 06:00 Uhr Transfer in die Stadt Potosí, eine 3‑stündige Fahrt.
- Bei unserer Ankunft gehen wir zum Bergbaumarkt.
- Anschließend betreten wir eine Genossenschaftsmine, um die Realität dieser Arbeit kennenzulernen, die bereits aus vorkolonialen Zeiten stammt. In der Mine befindet sich der „Tío“, der Herr der Tiefen, dem die Bergarbeiter Verehrung entgegenbringen.
- Wir kehren in die Stadt Potosí zum Mittagessen zurück.
- Wir erfahren mehr über diese Stadt, die – wie Sucre – zum UNESCO‑Weltkulturerbe gehört.
- Rundgang zu den wichtigsten touristischen Attraktionen der Stadt, den Bergbausiedlungen und den kolonialen Straßen.
- Besuch des Münzhauses oder des Santa‑Teresa‑Museums (optional).
- Rückkehr nach Sucre.
Wichtige Hinweise
Verfügbarkeit:
✅ Touren sind jeden Tag der Woche verfügbar.
Voraussetzungen:
🪪 Um einige Kontrollen auf der Straße zu passieren, kann es sein, dass Sie gebeten werden, einen Ausweis vorzulegen, zum Beispiel Ihren Reisepass.
Wichtige Daten:
⛰️ Beide Städte liegen in großer Höhe. Potosí befindet sich in etwa 4 067 m ü.d.M., Sucre in etwa 2 790 m ü.d.M.
Gesundheitsinformationen:
⚠️ Stellen Sie sicher, dass Sie bei guter Gesundheit sind und über ausreichende Ausdauer verfügen, um ohne Schwierigkeiten teilnehmen zu können.
💡 Unsere Empfehlung:
Optionale Besuche
➔ Tarabuco und Potolo
Tarabuco und Potolo sind emblematische Gemeinden der Region Chuquisaca, die für die starke Präsenz der yampara‑indigenen Kultur bekannt sind. Tarabuco ist berühmt für seinen Sonntagsmarkt, auf dem traditionelle Textilien, uralte Kleidung und Rituale, die die lokale Identität lebendig halten, zu bewundern sind. Potolo, kleiner und ländlicher, ermöglicht direkten Kontakt zu Gemeinschaften, die vorkoloniale Textiltechniken, Gemeindestrukturen und an das Land gebundene Lebensweisen bewahren. Beide Ziele bieten ein authentisches kulturelles und gemeinschaftsorientiertes Touristikerlebnis.
➔ Maragua‑Krater
Der Maragua‑Krater kombiniert eindrucksvolle geologische Landschaften mit indigenen Gemeinschaften, die alte Traditionen pflegen. In der Gegend finden sich bedeutende Dinosaurierspuren, ein Zeugnis der prähistorischen Vergangenheit der Region. Die Route erlaubt das Kennenlernen ländlicher Dörfer, landwirtschaftlicher Terrassen und natürlicher Aussichtspunkte und verbindet Natur, Geschichte und lebendige Kultur.
➔ Hacienda Cayara
Die Hacienda Cayara, in der Nähe von Potosí gelegen, ist ein architektonisches Juwel aus der Kolonialzeit. Früher mit dem Silberboom verbunden, bewahrt sie elegante Salons, historische Gärten und eine Atmosphäre, die den Glanz der bolivianischen Kolonialvergangenheit heraufbeschwört.
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Touren Sucre und Potosí
2 Tage und 1 Nacht